Mittwoch, 7. Oktober 2009

mit Strandbild bitte sehr!


Ja gut, wir haben ewig nichts geschrieben...wir leben aber noch!! Wir haben unsere ersten Prüfungen und 'ne Strandexkursion hinter uns! Es ist wahnsinnig heiß, ab und zu schaut mal 'ne Kakerlake vorbei oder Katzen, die quasi wie aus dem Nichts mitten in der Wohnung stehen (Jonathan's Kommentar: "Ey, was machst du denn hier?!" - da ist die Katze spontan wieder gegangen). Morgen steht wieder eine Prüfung an, aber Montag ist Feiertag - Feiertage sind hier immer Montags, einfach weil es Sinn macht! Sinn macht es auch, jetzt zu schlafen und nicht immer so unnötiges Zeugs auf den Blog zu schreiben.. naja, da werde ich vielleicht mal dran arbeiten; aber ich verspreche nix!

Sonntag, 16. August 2009

in unserem Zuhause!!!!


Hier ein kleiner Video. Copyright Jonathan

Mittwoch, 12. August 2009

Brasilien ist eben anders

Also Brasilien ist anders als wir es gedacht haben, als es gesagt wurde und sogar als wir (ich) es erwartet haben, trotzdem macht es noch Spaß hier zu sein und die Zeit mit meinen tollen Kommilitonen zu verbringen (ich meine es ernst).

Dass das Leben hier anders ist war schon klar, dass man sogar aufpassen muss wenn eine Straße überquert ist halt nicht so einfach als Ausländer, das Leben ist aber doch immer voller Herausforderung.

Zur Zeit schlafen wir drei in einer Sardinenbüchse mit zwei Matratzen, es ist aber nicht so wie man sich das vorstellt, sondern noch schlimmer. manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass wenn der Ventilator sich dreht, wir bald um einen Kopf kürzer sind. er macht komische Geräusche und ist kurz vor dem Runterfallen. Die Matratzen sind denke ich älter als wir und noch schwarzer als die Brasilianer, aach ja und wir müssen uns jeden Abend überlegen wie wir das Moskitonetz am besten befestigen. Das gute ist, dass wir hier Internet haben, na ja es würde ja total hilfreich sein wenn mein Laptop durch die Reise nicht kaputt gegangen wäre, ich warte noch dass er noch repariert wird.

Das Zimmer ist in der Nähe von der Uni, und die Gegend ist nicht die tollste, trotzdem haben und schon einigermaßen eingelebt, jetzt wissen wir wo der Supermarkt und wie man das Geld vom Automat abheben kann (wenn er noch Scheine hat).

Eine Wohnung zu finden war hier in Recife unmöglich, entweder zu weit von der Uni oder zu teuer oder, oder, oder. Sarah zieht am WE in so einer Art Jugendherberge, Eike hat jetzt vor, am Ende des Monats bei einer Französin in einem tollen Haus einzuziehen, wo man umsonst Capoeira üben kann. Ich denke ich bleibe hier im kleinen Zimmer mit Internet, denn so eine große Lust wieder umzuziehen habe ich nicht ;).

(Dieser Text wurde mit großer Luuust von Jonathan Moncaleano Escandon geschrieben; übersetzt von Sarah Altrock; Die nachfolgende Passage ist von eben dieser Sarah eigenständig verfasst worden)

…Dabei können auch tolle Dinge passieren hier im Chaos – wenn man einfach mal planlos in einen Bus mit der Aufschrift „Boa Viagem“ einsteigt, weil da ein schöner Strand sein soll und man nach 10 Tagen immer noch nicht das Meer gesehen hat….da kann es schon mal geschehen, dass man von 5 sympathischen 16jährigen brasilianischen Jungspunden adoptiert wird, die einem das Recife Shopping-Center zeigen und dann noch beim Mondenschein für ein paar Minuten mit Caipirinha am Strand chillen, bevor man wieder los muss – durch die gefährlichen Strassen zum Bus, der nach nur einer halben Stunde Wartezeit anbraust. Und los geht die Busfahrt, die man trotz waghalsigen Fahrangewohnheiten des Dirigir-Personals auch diesmal erstaunlicherweise überlebt!!!

Chaos ist hier das große Stichwort, denn Organisation ist nicht so die Stärke in einem Land das Bürokratissimus ganz groß schreibt und doch im Alltag verplant dreinschaut – aber dann meist mit einem Lächeln auf den Lippen, Senhoras e Senhores! Denn das hier ist euer Leben und man darf sich freuen, denn sonst bleibt einem ja nichts ;)!

So, und wir chillen hier jetzt noch ein bisschen in unserem Kabuff ;P

Und verabschieden uns mit ein paar Zitaten der vergangenen Tage:

Eike: „In Brasilien wird man nur verarscht!“
Jonathan: „Eike sollen wir heiraten?“
Eike: „Ich fühle mich wie ein Arschloch, wenn die Brasilianer so schleimig sind.“
Sarah: „Na toll, dann habt ihr jetzt ein tolles zu Hause.“
Sarah und Jonathan: „ Ich glaube Brasilien liegt mir nicht.“
Sarah: „Ich sag ma so: Fique a vontade“ (Übersetzung: Fühlt euch wie zu Hause – als Erinnerung an die Worte der Impregada (Haushälterin), als Jonathan sich fragte, ob wir einfach die Zitrone benutzen dürften, dort im Kühlschrank der Professorin)
Jonathan: „Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben.“

Ach ja, unser Mitbewohner hier in der Büchse ist übrigens Pastor! Naja, jedenfalls wirkt er so auf uns – mit seinem bedächtigen Lächeln und dem besinnlichen Schließen der Augen nach jedem Wort. Ein komischer Vogel meint ihr? Das kann gut sein..

Weiter mit Zitaten, brandneu..

Jonathan: „Meinst du das liest irgendjemand? Wer liest denn überhaupt unseren Blog?“

Und allen, die daran zweifeln, sei eines gesagt: trotz immenser Schwierigkeiten und viel Stress ist es doch irgendwie schön und immerhin ein Abenteuer! ;)

Montag, 3. August 2009

ich fahre nie wieder bus

Also ich denke, die Brasilianer sind noch bürokratischer als die Deutschen. Und das in Kombi mit südamerikanischem Arbeitstempo und einem Anflug von Chaos macht: jawohl, endlose WARTESCHLANGEN!!!!!! Erstmal mussten wir heute zu so nem Gebäude in der Altstadt von Recife um da eine Bescheinigung abzuholen, dass wir einen gewissen Ausweis beantragt haben, für den wir an einem anderem Ort schon 3 Stunden angestanden haben... und wieder kroch die Zeit zäh dahin, während wir erst stehend, dann sitzend, dann schlafend auf den erlösenden Aufruf gewartet haben.... und das alles für einen Papierzettel mit ner Nummer drauf!!! Whaaaaa!!! Diese Brailianer!!! Ach ja, hier noch das unwichtige Detail wofür man diesen Schein braucht: um Formulare zu beantragen.

Und dann Busfahren... also du kannst dir eine Art Achterbahn vorstellen, nur ohne Gurte - ganz davon abgesehen, dass man zum einsteigen in dieses wunderbare Fahrgeschäft an der Bushaltestelle auf die Straße springen und hektisch winken muss. Es geht also mit 80 Sachen durch die Stadt, neben einem überholen Roller zwischen den Autos, da, plötzlich eine Pferdekutsche von links....und quietschende Reifen und Schlaglöcher und du wirst nach vorne und hinten und links und rechts geschleudert. Wir mussten von Recife Antigo bis zur Uni, das ist ein ganz anderes Stadtteil. Dort irgendwo wollten wir die Wohnung besichtigen. Ja genau, IRGENDWO! Ja wo denn nur?? Nach einigem fragen, rätselraten, Taxi suchen, Bus finden, falsch aussteigen, wieder fragen, falsch einsteigen und so weiter kamen wir schließlich äußerst brasilianisch eine Stunde zu spät an. Naja die Gegend sah nicht soo toll aus, wir hatten schon Angst wir würden in den Favelas landen.

Gottseidank hatt uns der Herr von der Vermietung schnell auf der Straße aufgegriffen. Aber die Wohnung selber hat uns dann schon überrascht. Nun gut, Fenster, Balkon und Türe sind vergittert, aber dass muss wohl. Aber es gab PLATZ in dieser Wohnung (bis darauf, dass Zimmer Nr. 3 eher eine Abstellkammer war). Und eine WASCHMASCHINE! Ok, es gab keinen Strom, aber das ließe sich noch machen... und batz! reingefallen in die brasilianische Formularitätenfalle. Hmm, also, die unwissenden Allemannen müssen erstmal bescheinigen, dass es auch problemlos monatlich "dinheiro" (und der nette Herr reibt mit den Fingern) aus Allemanha gibt. Und drei große Augenpaare schauen den netten Herrn an, und wissen nicht so recht... Ähm, und dann gibt es da ja noch den "fiador", aha! Der gemeine "fiador" gehört zur Gattung der geldverdienenden, hausbesitzenden, in Recht und Arbeit stehenden Brasilianer. Aaahh, ja, und so einer soll dann für drei in dieses Land gepurzelte Deutsche die Liquidität bürgen. Aber nein! Der fiador kann nicht bescheinigen, dass wir Geld aus Deutschland bekommen, das müssen zwei verschiedene Personen sein. Confusao!

Und schließlich qualmt der Kopf, und mit etwas Wut und etwas Hoffnung im Bauch gehts auf in das nächste Busabenteuer. Und ich brauch glaub ich gar nicht mehr aufzählen, was schon oben steht, denn natürlich haben wir uns erstmal wieder den falschen genommen. So ziemlich fertig mussten wir uns dann noch im supermercado unser Frühstück erkämpfen (und anstehen). Mir brennen jetzt die Augen von diesem Tag, von Sonne und Staub und ich denke ich falle jetzt in Bett. Denn morgen wollen wir endlich zur Uni, von der wir heute noch nichts gesehen haben. Also gentes, até là! Und immer den richtigen Bus nehmen.

Sagt: Eike

Samstag, 1. August 2009

Uiiiii, Fotos!!!! (nao tem "uiiii" em Brasil, nao tem...)


eine wunderbare Aussicht vom 6. Stock



unser pool, "piscina social"



das ist Raquel, unsere "Tagesmutter" hier... sie ist sehr sehr lieb und macht alles mögliche für uns (dafür bringen wir ihr deutsch bei ;))




so, dafür aber ne Menge schlafen als wir endlich angekommen sind (im Haus von Professorin Glicia)




Und einen Platz zum schlafen gab es auch nicht. Zumindest waren die vorhanden Stühle für diesen Gebrauch ungeeignet. Geeignete Alternativen siehe Bilder.




Fottos von uns und Brasilien. Noch in Hamburg: Am Flughafen hatten wir nichts zu essen. Nur unsere Reisepässe und eine Prinzenrollen. Keksen.

Freitag, 31. Juli 2009

Oi und Olá aus Recife!!

Soooo liebe Leute!

Jetzt sind wir endlich heil angekommen in Brasilien!!!! Den Flug haben wir ganz gut überstanden, wobei der Platz auf den Sitzen seeeeehr eingeschränkt war – da ist die Deutsche Bahn der reinste Luxus dagegen…. Unsere „Vordermänner“ haben sich gerne mal so weit wie möglich zurück gelehnt und lagen dann quasi auf uns drauf! Zum Glück sind wir nicht so groß! Da macht sich so ne kleine Körpergröße dich direkt mal bezahlt!!

Wir sind dann von ehemaligen Studenten der brasilianischen Uni abgeholt worden – die beiden sind sehr nett und helfen uns sehr bei allem…

Momentan sind wir hier in der Wohnung einer brasilianischen Professorin (Glicia), was natürlich sehr komfortabel ist für die ersten Tage!... wir müssen hier noch so einige bürokratische Dinge erledigen - wir brauchen ein Karte ("CPF" heißt die hier) - damit können wir uns dann sozusagen als vetrauenswürdig ausweisen... dann müssen wir noch unser Visum hier von der Polizei absegnen lassen, ein Konto eröffnen... und wir sind noch auf der Suche nach einem Wohnplatz, was nicht so einfach ist.. es gibt eher heruntergekommenen Herbergen oder auch ganz nette Herbergen - da hat man dann ein Zimmer und alles andere in Mitbenutzung - ist ok für den Anfang, aber auch unpersönlich und sehr kontrolliert.. wir haben ein paar "Beziehungen" - da können wir vielleicht in Zimmern unterkommen - etwas für uns 3 zusammen zu finden wär wohl schwer... vielleicht finden sich auch noch WGs wenn die Uni anfängt...

Die Uni ist jedenfalls etwas abseits gelegen und am besten wohnt man eben nah dran... bisher haben wir quasi noch nichts von der Stadt gesehen, weil wir mit organisatorischen Dingen beschäftigt waren.. am Montag fängt jedenfalls die Uni an und wir wissen noch gar nicht, welche Kurse definitiv angeboten werden und was wir dann machen und wann und wo wir Unterricht haben... das wird bestimmt dann etwas stressig.. mal sehen..

die Stadt ist auf jeden Fall sehr groß und eher ein Labyrinth... da ist es nicht so einfach, sich schnell zurechtzufinden.. Strassen, Häuser, Pflanzen erinnern an Mittelamerika.. die Strassen sind eher voll und laut... abgewrackte Häuser stehen hier im ständigen Wechsel mit neuen Hochhäusern. Verfallenes und Neues steht hier direkt nebeneinander – viel passiert hier auf der Strasse… man muss jedenfalls aufpassen, nicht vom nächsten Bus erfasst zu werden, wenn man mal kurz die Strasse überqueren will!

Wir sehen natürlich sehr unbrasilianisch aus und da merkt man die Blicke der Leute schon sehr... die Sprache ist auch nicht einfach zu verstehen, aber es geht ab und zu einigermaßen.. aber die Uni wird sehr schwer werden... Wir haben auch kurz die Studentin getroffen, die hier das letzte Jahr bis jetzt war - sie meinte die ersten Monate wärs echt schwer, aber dann wirds schön..

Zur Zeit sind wir hier immer mit der Haushälterin der Professorin oder ehemaligen Studenten unterwegs... die Kommunikation ist noch nicht so flüssig und man fühlt sich halt teilweise sehr "un-selbstbestimmt", was nach einiger Zeit etwas anstrengend ist... – auch wenn alles extrem nett und hilfsbereit sind - aber da ist es angenehm, wenn man mal was auf eigene Faust machen kann - und wenn es nur der Gang zum nächsten Supermarkt ist...

Ich hoffe, ich werde interessante Kurse machen können - und ich freue mich darauf endlich neue Leute in unserem Alter kennenzulernen, wenn die Uni anfängt.. hoffentlich werde ich auch viel vom Land sehen – da gibt es ja so einiges...
Es wird jetzt auf jeden Fall richtig „ernst“ - wir werden hier richtig wohnen, studieren und arbeiten... und das ganze in Brasilien, wo wirklich alles ganz anders ist - das ist auf jeden Fall viel schwieriger, als man sich das vorstellen kann. so einfach ist das "umpflanzen" dann doch nicht, wenn die Umgebung so anders ist..

Dass hier in Brasilien alles billiger ist können wir bis jetzt auch nicht so bestäatigen…Die Miete wird hier zwar billiger sein (so um die 100 euro pro Monat), aber ansonsten ist hier in Recife alles so teuer wie in Deutschland - teilweise teurer (wie z.B. Sonnencreme!!) - nur Zigaretten sind sehr billig, aber das ist jetzt auch nicht so ein großer Vorteil.... vielleicht könnten wir in die Zigaretten-Mafia einsteigen....

naja, vamos ver, wir werden sehen!

So einige Häuser (auch unseres hier) haben Pförtner, wegen der Sicherheit - und natürlich ein obligatorisches Schwimmbecken! aber es ist ja Winter - da ist nicht so viel los im Becken - nur die verrückten Deutschen sind dann da zu finden ;)... Die Studentin, die hier war meinte, sie sei nie überfallen worden - ist ja schonmal ganz gut!! man muss halt aufpassen - immer ein bisschen Geld bei sich tragen, aber nicht zu viel... keine Diamanten und so... und wenn es dunkel wird (so um halb 6 oder 6) geht man eben als Frau (zumal als "weiße, blonde, blauäugige -> drei Punkte für Sarah!) nicht mehr alleine raus... gut, dass wir Jonathan dabei haben.. und wir passen ja sowieso auf... Mareike (die Studentin) meinte jedenfalls, man sollten nicht mit Angst rumlaufen – machen wir einfach nicht!.

hier ist es immer so um die 30 Grad und relativ schwül, ab und zu regnet es - aber es fühlt sich alles nicht so extrem an... das Wetter ist nur etwas ermüdend... viele laufen jedenfalls mit langen Jeans rum, denn es ist ja Winter!!! ansonsten sieht man sommerliche bunte tshirts und Sandalen - die Kleidung ist gar nicht so anders wie in Europa - vielleicht etwas luftiger und bunter.... in so nem KAufhaus oder öffentlichen Gebäuden kann man jedenfalls schon mal ins Frieren kommen, weil da immer auf ungefähr 10 grad runter "air-conditioned" wird!!

Hoffentlich haben wir bald was zum Schlafen und dass das mit der Uni klappt gut!!

Naja, also erstmal schöne Grüße aus Brasilien!

Sarah

Mittwoch, 8. Juli 2009

...Bremen, Regen

...noch sind wir 3 in Bremen...aber bald geht's los!

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