Sonntag, 16. August 2009
Mittwoch, 12. August 2009
Brasilien ist eben anders
Also Brasilien ist anders als wir es gedacht haben, als es gesagt wurde und sogar als wir (ich) es erwartet haben, trotzdem macht es noch Spaß hier zu sein und die Zeit mit meinen tollen Kommilitonen zu verbringen (ich meine es ernst).
Dass das Leben hier anders ist war schon klar, dass man sogar aufpassen muss wenn eine Straße überquert ist halt nicht so einfach als Ausländer, das Leben ist aber doch immer voller Herausforderung.
Zur Zeit schlafen wir drei in einer Sardinenbüchse mit zwei Matratzen, es ist aber nicht so wie man sich das vorstellt, sondern noch schlimmer. manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass wenn der Ventilator sich dreht, wir bald um einen Kopf kürzer sind. er macht komische Geräusche und ist kurz vor dem Runterfallen. Die Matratzen sind denke ich älter als wir und noch schwarzer als die Brasilianer, aach ja und wir müssen uns jeden Abend überlegen wie wir das Moskitonetz am besten befestigen. Das gute ist, dass wir hier Internet haben, na ja es würde ja total hilfreich sein wenn mein Laptop durch die Reise nicht kaputt gegangen wäre, ich warte noch dass er noch repariert wird.
Das Zimmer ist in der Nähe von der Uni, und die Gegend ist nicht die tollste, trotzdem haben und schon einigermaßen eingelebt, jetzt wissen wir wo der Supermarkt und wie man das Geld vom Automat abheben kann (wenn er noch Scheine hat).
Eine Wohnung zu finden war hier in Recife unmöglich, entweder zu weit von der Uni oder zu teuer oder, oder, oder. Sarah zieht am WE in so einer Art Jugendherberge, Eike hat jetzt vor, am Ende des Monats bei einer Französin in einem tollen Haus einzuziehen, wo man umsonst Capoeira üben kann. Ich denke ich bleibe hier im kleinen Zimmer mit Internet, denn so eine große Lust wieder umzuziehen habe ich nicht ;).
(Dieser Text wurde mit großer Luuust von Jonathan Moncaleano Escandon geschrieben; übersetzt von Sarah Altrock; Die nachfolgende Passage ist von eben dieser Sarah eigenständig verfasst worden)
…Dabei können auch tolle Dinge passieren hier im Chaos – wenn man einfach mal planlos in einen Bus mit der Aufschrift „Boa Viagem“ einsteigt, weil da ein schöner Strand sein soll und man nach 10 Tagen immer noch nicht das Meer gesehen hat….da kann es schon mal geschehen, dass man von 5 sympathischen 16jährigen brasilianischen Jungspunden adoptiert wird, die einem das Recife Shopping-Center zeigen und dann noch beim Mondenschein für ein paar Minuten mit Caipirinha am Strand chillen, bevor man wieder los muss – durch die gefährlichen Strassen zum Bus, der nach nur einer halben Stunde Wartezeit anbraust. Und los geht die Busfahrt, die man trotz waghalsigen Fahrangewohnheiten des Dirigir-Personals auch diesmal erstaunlicherweise überlebt!!!
Chaos ist hier das große Stichwort, denn Organisation ist nicht so die Stärke in einem Land das Bürokratissimus ganz groß schreibt und doch im Alltag verplant dreinschaut – aber dann meist mit einem Lächeln auf den Lippen, Senhoras e Senhores! Denn das hier ist euer Leben und man darf sich freuen, denn sonst bleibt einem ja nichts ;)!
So, und wir chillen hier jetzt noch ein bisschen in unserem Kabuff ;P
Und verabschieden uns mit ein paar Zitaten der vergangenen Tage:
Eike: „In Brasilien wird man nur verarscht!“
Jonathan: „Eike sollen wir heiraten?“
Eike: „Ich fühle mich wie ein Arschloch, wenn die Brasilianer so schleimig sind.“
Sarah: „Na toll, dann habt ihr jetzt ein tolles zu Hause.“
Sarah und Jonathan: „ Ich glaube Brasilien liegt mir nicht.“
Sarah: „Ich sag ma so: Fique a vontade“ (Übersetzung: Fühlt euch wie zu Hause – als Erinnerung an die Worte der Impregada (Haushälterin), als Jonathan sich fragte, ob wir einfach die Zitrone benutzen dürften, dort im Kühlschrank der Professorin)
Jonathan: „Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben.“
Ach ja, unser Mitbewohner hier in der Büchse ist übrigens Pastor! Naja, jedenfalls wirkt er so auf uns – mit seinem bedächtigen Lächeln und dem besinnlichen Schließen der Augen nach jedem Wort. Ein komischer Vogel meint ihr? Das kann gut sein..
Weiter mit Zitaten, brandneu..
Jonathan: „Meinst du das liest irgendjemand? Wer liest denn überhaupt unseren Blog?“
Und allen, die daran zweifeln, sei eines gesagt: trotz immenser Schwierigkeiten und viel Stress ist es doch irgendwie schön und immerhin ein Abenteuer! ;)
Dass das Leben hier anders ist war schon klar, dass man sogar aufpassen muss wenn eine Straße überquert ist halt nicht so einfach als Ausländer, das Leben ist aber doch immer voller Herausforderung.
Zur Zeit schlafen wir drei in einer Sardinenbüchse mit zwei Matratzen, es ist aber nicht so wie man sich das vorstellt, sondern noch schlimmer. manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass wenn der Ventilator sich dreht, wir bald um einen Kopf kürzer sind. er macht komische Geräusche und ist kurz vor dem Runterfallen. Die Matratzen sind denke ich älter als wir und noch schwarzer als die Brasilianer, aach ja und wir müssen uns jeden Abend überlegen wie wir das Moskitonetz am besten befestigen. Das gute ist, dass wir hier Internet haben, na ja es würde ja total hilfreich sein wenn mein Laptop durch die Reise nicht kaputt gegangen wäre, ich warte noch dass er noch repariert wird.
Das Zimmer ist in der Nähe von der Uni, und die Gegend ist nicht die tollste, trotzdem haben und schon einigermaßen eingelebt, jetzt wissen wir wo der Supermarkt und wie man das Geld vom Automat abheben kann (wenn er noch Scheine hat).
Eine Wohnung zu finden war hier in Recife unmöglich, entweder zu weit von der Uni oder zu teuer oder, oder, oder. Sarah zieht am WE in so einer Art Jugendherberge, Eike hat jetzt vor, am Ende des Monats bei einer Französin in einem tollen Haus einzuziehen, wo man umsonst Capoeira üben kann. Ich denke ich bleibe hier im kleinen Zimmer mit Internet, denn so eine große Lust wieder umzuziehen habe ich nicht ;).
(Dieser Text wurde mit großer Luuust von Jonathan Moncaleano Escandon geschrieben; übersetzt von Sarah Altrock; Die nachfolgende Passage ist von eben dieser Sarah eigenständig verfasst worden)
…Dabei können auch tolle Dinge passieren hier im Chaos – wenn man einfach mal planlos in einen Bus mit der Aufschrift „Boa Viagem“ einsteigt, weil da ein schöner Strand sein soll und man nach 10 Tagen immer noch nicht das Meer gesehen hat….da kann es schon mal geschehen, dass man von 5 sympathischen 16jährigen brasilianischen Jungspunden adoptiert wird, die einem das Recife Shopping-Center zeigen und dann noch beim Mondenschein für ein paar Minuten mit Caipirinha am Strand chillen, bevor man wieder los muss – durch die gefährlichen Strassen zum Bus, der nach nur einer halben Stunde Wartezeit anbraust. Und los geht die Busfahrt, die man trotz waghalsigen Fahrangewohnheiten des Dirigir-Personals auch diesmal erstaunlicherweise überlebt!!!
Chaos ist hier das große Stichwort, denn Organisation ist nicht so die Stärke in einem Land das Bürokratissimus ganz groß schreibt und doch im Alltag verplant dreinschaut – aber dann meist mit einem Lächeln auf den Lippen, Senhoras e Senhores! Denn das hier ist euer Leben und man darf sich freuen, denn sonst bleibt einem ja nichts ;)!
So, und wir chillen hier jetzt noch ein bisschen in unserem Kabuff ;P
Und verabschieden uns mit ein paar Zitaten der vergangenen Tage:
Eike: „In Brasilien wird man nur verarscht!“
Jonathan: „Eike sollen wir heiraten?“
Eike: „Ich fühle mich wie ein Arschloch, wenn die Brasilianer so schleimig sind.“
Sarah: „Na toll, dann habt ihr jetzt ein tolles zu Hause.“
Sarah und Jonathan: „ Ich glaube Brasilien liegt mir nicht.“
Sarah: „Ich sag ma so: Fique a vontade“ (Übersetzung: Fühlt euch wie zu Hause – als Erinnerung an die Worte der Impregada (Haushälterin), als Jonathan sich fragte, ob wir einfach die Zitrone benutzen dürften, dort im Kühlschrank der Professorin)
Jonathan: „Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben.“
Ach ja, unser Mitbewohner hier in der Büchse ist übrigens Pastor! Naja, jedenfalls wirkt er so auf uns – mit seinem bedächtigen Lächeln und dem besinnlichen Schließen der Augen nach jedem Wort. Ein komischer Vogel meint ihr? Das kann gut sein..
Weiter mit Zitaten, brandneu..
Jonathan: „Meinst du das liest irgendjemand? Wer liest denn überhaupt unseren Blog?“
Und allen, die daran zweifeln, sei eines gesagt: trotz immenser Schwierigkeiten und viel Stress ist es doch irgendwie schön und immerhin ein Abenteuer! ;)
Montag, 3. August 2009
ich fahre nie wieder bus
Also ich denke, die Brasilianer sind noch bürokratischer als die Deutschen. Und das in Kombi mit südamerikanischem Arbeitstempo und einem Anflug von Chaos macht: jawohl, endlose WARTESCHLANGEN!!!!!! Erstmal mussten wir heute zu so nem Gebäude in der Altstadt von Recife um da eine Bescheinigung abzuholen, dass wir einen gewissen Ausweis beantragt haben, für den wir an einem anderem Ort schon 3 Stunden angestanden haben... und wieder kroch die Zeit zäh dahin, während wir erst stehend, dann sitzend, dann schlafend auf den erlösenden Aufruf gewartet haben.... und das alles für einen Papierzettel mit ner Nummer drauf!!! Whaaaaa!!! Diese Brailianer!!! Ach ja, hier noch das unwichtige Detail wofür man diesen Schein braucht: um Formulare zu beantragen.
Und dann Busfahren... also du kannst dir eine Art Achterbahn vorstellen, nur ohne Gurte - ganz davon abgesehen, dass man zum einsteigen in dieses wunderbare Fahrgeschäft an der Bushaltestelle auf die Straße springen und hektisch winken muss. Es geht also mit 80 Sachen durch die Stadt, neben einem überholen Roller zwischen den Autos, da, plötzlich eine Pferdekutsche von links....und quietschende Reifen und Schlaglöcher und du wirst nach vorne und hinten und links und rechts geschleudert. Wir mussten von Recife Antigo bis zur Uni, das ist ein ganz anderes Stadtteil. Dort irgendwo wollten wir die Wohnung besichtigen. Ja genau, IRGENDWO! Ja wo denn nur?? Nach einigem fragen, rätselraten, Taxi suchen, Bus finden, falsch aussteigen, wieder fragen, falsch einsteigen und so weiter kamen wir schließlich äußerst brasilianisch eine Stunde zu spät an. Naja die Gegend sah nicht soo toll aus, wir hatten schon Angst wir würden in den Favelas landen.
Gottseidank hatt uns der Herr von der Vermietung schnell auf der Straße aufgegriffen. Aber die Wohnung selber hat uns dann schon überrascht. Nun gut, Fenster, Balkon und Türe sind vergittert, aber dass muss wohl. Aber es gab PLATZ in dieser Wohnung (bis darauf, dass Zimmer Nr. 3 eher eine Abstellkammer war). Und eine WASCHMASCHINE! Ok, es gab keinen Strom, aber das ließe sich noch machen... und batz! reingefallen in die brasilianische Formularitätenfalle. Hmm, also, die unwissenden Allemannen müssen erstmal bescheinigen, dass es auch problemlos monatlich "dinheiro" (und der nette Herr reibt mit den Fingern) aus Allemanha gibt. Und drei große Augenpaare schauen den netten Herrn an, und wissen nicht so recht... Ähm, und dann gibt es da ja noch den "fiador", aha! Der gemeine "fiador" gehört zur Gattung der geldverdienenden, hausbesitzenden, in Recht und Arbeit stehenden Brasilianer. Aaahh, ja, und so einer soll dann für drei in dieses Land gepurzelte Deutsche die Liquidität bürgen. Aber nein! Der fiador kann nicht bescheinigen, dass wir Geld aus Deutschland bekommen, das müssen zwei verschiedene Personen sein. Confusao!
Und schließlich qualmt der Kopf, und mit etwas Wut und etwas Hoffnung im Bauch gehts auf in das nächste Busabenteuer. Und ich brauch glaub ich gar nicht mehr aufzählen, was schon oben steht, denn natürlich haben wir uns erstmal wieder den falschen genommen. So ziemlich fertig mussten wir uns dann noch im supermercado unser Frühstück erkämpfen (und anstehen). Mir brennen jetzt die Augen von diesem Tag, von Sonne und Staub und ich denke ich falle jetzt in Bett. Denn morgen wollen wir endlich zur Uni, von der wir heute noch nichts gesehen haben. Also gentes, até là! Und immer den richtigen Bus nehmen.
Sagt: Eike
Und dann Busfahren... also du kannst dir eine Art Achterbahn vorstellen, nur ohne Gurte - ganz davon abgesehen, dass man zum einsteigen in dieses wunderbare Fahrgeschäft an der Bushaltestelle auf die Straße springen und hektisch winken muss. Es geht also mit 80 Sachen durch die Stadt, neben einem überholen Roller zwischen den Autos, da, plötzlich eine Pferdekutsche von links....und quietschende Reifen und Schlaglöcher und du wirst nach vorne und hinten und links und rechts geschleudert. Wir mussten von Recife Antigo bis zur Uni, das ist ein ganz anderes Stadtteil. Dort irgendwo wollten wir die Wohnung besichtigen. Ja genau, IRGENDWO! Ja wo denn nur?? Nach einigem fragen, rätselraten, Taxi suchen, Bus finden, falsch aussteigen, wieder fragen, falsch einsteigen und so weiter kamen wir schließlich äußerst brasilianisch eine Stunde zu spät an. Naja die Gegend sah nicht soo toll aus, wir hatten schon Angst wir würden in den Favelas landen.
Gottseidank hatt uns der Herr von der Vermietung schnell auf der Straße aufgegriffen. Aber die Wohnung selber hat uns dann schon überrascht. Nun gut, Fenster, Balkon und Türe sind vergittert, aber dass muss wohl. Aber es gab PLATZ in dieser Wohnung (bis darauf, dass Zimmer Nr. 3 eher eine Abstellkammer war). Und eine WASCHMASCHINE! Ok, es gab keinen Strom, aber das ließe sich noch machen... und batz! reingefallen in die brasilianische Formularitätenfalle. Hmm, also, die unwissenden Allemannen müssen erstmal bescheinigen, dass es auch problemlos monatlich "dinheiro" (und der nette Herr reibt mit den Fingern) aus Allemanha gibt. Und drei große Augenpaare schauen den netten Herrn an, und wissen nicht so recht... Ähm, und dann gibt es da ja noch den "fiador", aha! Der gemeine "fiador" gehört zur Gattung der geldverdienenden, hausbesitzenden, in Recht und Arbeit stehenden Brasilianer. Aaahh, ja, und so einer soll dann für drei in dieses Land gepurzelte Deutsche die Liquidität bürgen. Aber nein! Der fiador kann nicht bescheinigen, dass wir Geld aus Deutschland bekommen, das müssen zwei verschiedene Personen sein. Confusao!
Und schließlich qualmt der Kopf, und mit etwas Wut und etwas Hoffnung im Bauch gehts auf in das nächste Busabenteuer. Und ich brauch glaub ich gar nicht mehr aufzählen, was schon oben steht, denn natürlich haben wir uns erstmal wieder den falschen genommen. So ziemlich fertig mussten wir uns dann noch im supermercado unser Frühstück erkämpfen (und anstehen). Mir brennen jetzt die Augen von diesem Tag, von Sonne und Staub und ich denke ich falle jetzt in Bett. Denn morgen wollen wir endlich zur Uni, von der wir heute noch nichts gesehen haben. Also gentes, até là! Und immer den richtigen Bus nehmen.
Sagt: Eike
Samstag, 1. August 2009
Uiiiii, Fotos!!!! (nao tem "uiiii" em Brasil, nao tem...)
eine wunderbare Aussicht vom 6. Stock
unser pool, "piscina social"
das ist Raquel, unsere "Tagesmutter" hier... sie ist sehr sehr lieb und macht alles mögliche für uns (dafür bringen wir ihr deutsch bei ;))
so, dafür aber ne Menge schlafen als wir endlich angekommen sind (im Haus von Professorin Glicia)
Und einen Platz zum schlafen gab es auch nicht. Zumindest waren die vorhanden Stühle für diesen Gebrauch ungeeignet. Geeignete Alternativen siehe Bilder.
Fottos von uns und Brasilien. Noch in Hamburg: Am Flughafen hatten wir nichts zu essen. Nur unsere Reisepässe und eine Prinzenrollen. Keksen.
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